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4. Juni/Brief. Flyer. Kampf.

Ich hatte mich emotional auf eine Abrechnung vorbereitet. Stattdessen schickten sie mir einen Flyer.

— vom Schreibtisch, mit Kaffee ☕
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Das Finanzamt hat mir einen Brief geschickt.

Mein Herz setzte aus. Eine volle Sekunde kardialer Stille, während ich im Flur stand und den Umschlag hielt und ein schnelles Audit aller beruflichen Entscheidungen durchführte, die ich seit Mai getroffen habe.

Es war eine Benachrichtigung über eine Änderung der Meldefristen für Kleinunternehmer. Ich musste nichts tun. Ich musste nur informiert sein.

Ich setzte mich. Ich las es dreimal. Dann fühlte ich — und ich bin nicht stolz darauf — eine leise Enttäuschung. Ich hatte mich emotional auf eine Abrechnung vorbereitet. Ich hatte meine Argumente in Stellung gebracht. Ich war bereit, das 4,20-Euro-Zugticket, den Füllfederhalter und die KEF-Lautsprecher zu rechtfertigen.

Stattdessen schickten sie mir einen Flyer.

Anja fragte: Gute Neuigkeiten? Ich sagte: Nichts. Friständerung. Sie kehrte zu ihrem Buch zurück. Ich blieb noch einen Moment mit dem Brief sitzen, wie ein Boxer, der ein Jahr trainiert hat und dem gesagt wird, dass der Kampf abgesagt ist.

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unique to himhappens to everyone

44 people prepared for a reckoning and got a brochure.

The diary34 / 34
Mar 30Jun 4

„Klaus meinte, ich solle einen Newsletter starten. Thorsten hat 4.500 Abonnenten. Ich habe 203. Hilf mir, die Lücke zu schließen."

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