13. April/Stempel. Maske. Vorschrift.
Ich trat in den Berliner Sonnenschein und fühlte mich wie ein Mann, der den ersten Kreis der Steuerhölle durchquert hat, ohne Feuer zu fangen.
— vom Schreibtisch, mit Kaffee ☕Erfolg. Ich glaube.
Die Sachbearbeiterin beim Finanzamt war überraschend hilfsbereit, sobald ich die Maske des Professionellen Unternehmensberaters fallen ließ und sagte: Schau, ich versuche nur, kleineren Unternehmen zu helfen, ihre Ablagesysteme in Ordnung zu bringen, ohne den Verstand zu verlieren.
Sie sah mich lange, müde an — der Blick von jemandem, der zehntausend Disrupted! hat kommen und gehen sehen — und reichte mir einen Stempel. Es ist sehr mutig, hier Solopreneur zu sein, sagte sie, irgendwo zwischen Mitleid und professioneller Warnung. Die meisten bevorzugen die Sicherheit eines Anstellungsverhältnisses. Sie haben sich für die Kleinunternehmerregelung entschieden, also keine MwSt. auf Ihren Rechnungen. Einfach.
Ich nickte weise, als hätte ich nicht die gesamte Zugfahrt damit verbracht, zu überlegen, ob ich mich doch für die MwSt. registrieren sollte, um nur die Steuer auf meinen neuen Laptop zurückzubekommen. Ich trat in den Berliner Sonnenschein und fühlte mich wie ein Mann, der den ersten Kreis der Steuerhölle durchquert hat, ohne Feuer zu fangen.
Ich rief meine Mutter an. Sie fragte, ob die Kleinunternehmerregelung bedeute, dass ich offiziell arbeitslos sei. Ich sagte nein. Sie sagte, sie würde noch eine Kerze anzünden.
The notebook
Der Moment, in dem ich merkte, dass es vielleicht wirklich klappt, war
Opening the notebook…