5. April/Algorithmus. Nervenflattern. Schuld.
Katastrophe. Ich habe eine hochpriore Pitch-E-Mail an meinen eigenen Chef geschickt.
— vom Schreibtisch, mit Kaffee ☕Katastrophe. Ich habe versucht, meine E-Mail-Akquise mit dem Tool zu automatisieren, über das gerade alle reden, und dabei versehentlich eine hochpriore Lass-uns-deinen-verschwenderischen-Workflow-entrümpeln-Pitch-E-Mail an meinen eigenen Chef geschickt.
Er hat mich nicht gefeuert, was der Schock des Jahrzehnts war. Er kam an meinen Schreibtisch und fragte, ob die E-Mail eine subtile Kritik an der jüngsten Budgetallokation des Departments sei. Ich wechselte in den vollständigen Angestellten-Modus: nicken, blinzeln, das Unternehmensäquivalent eines Judofallens ausführen — Kraft absorbieren, keinen Schmerz zeigen, schnell wieder aufstehen. Ich sagte, ich teste eine Produktivitäts-App, um der internen Effizienz besser zu dienen.
Er schien zufrieden. Jetzt muss ich bis Freitag einen Effizienzbericht liefern. Ich starre auf ein leeres Dokument.
Klaus hat gesendet: Hab gehört, du hast Marcus kalt angepitcht. Mutig. Ich weiß wirklich nicht, wie er das herausfindet. Er hat das Situationsbewusstsein eines Mannes, der auf Partys immer leicht hinter einem steht.
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