15. April/Notizbuch. Hybris. Ziegen.
Anja hat mir ein Gründer-Notizbuch geschenkt. Ledergebunden. Riecht nach Ehrgeiz und etwas, das noch nicht getestet wurde.
— vom Schreibtisch, mit Kaffee ☕Anja hat mir ein Gründer-Notizbuch geschenkt. Ledergebunden. Riecht nach Ehrgeiz und etwas, das noch nicht getestet wurde. Ich habe die ersten drei Seiten mit Flussdiagrammen meines eigenen Untergangs und einer Liste potenzieller Kunden gefüllt, die ich zu nervös bin, zu kontaktieren.
Ich glaube, das Notizbuch ist ihr Weg, dem Unternehmen einen Behälter zu geben — es an einem Ort zu halten, statt verstreut über den Couchtisch in Haftnotizen und falsch datierten Servietten. Ich sagte ihr, es sei eine Investition ins Branding. Sie fragte, ob ich auch die Küchenspüle branden könne.
Sie schaut sich eine Serie über eine Frau an, die ihren Job aufgibt, um in den Alpen Ziegenbäuerin zu werden. Sie wirkt konzentriert dabei, auf eine Art, die ich nicht ganz deuten kann.
Klaus kam auf das Bier vorbei. Er fragte, wie es läuft. Ich sagte nimmt Gestalt an. Er sagte super, erwähnte dann, ohne jedes Bewusstsein für den Abstand, dass seine Agentur gerade einen Retainer mit einer Logistikfirma in Dortmund gewonnen hat. Nichts Aufregendes. Solide Zahlen. Ich lächelte. Trank mein Bier. Dachte an die Ziegen.
The notebook
Das, was ich gekauft habe, damit es sich real anfühlt, war Es roch nach Ehrgeiz.
Opening the notebook…