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1. Mai/Umfang. Panik. Zweite Rechnung.

Eine Rechnung zu schicken bedeutet zu behaupten, dass die eigene Zeit etwas wert ist — das ist eine konfrontativere Haltung, als sie sich anhört.

— vom Schreibtisch, mit Kaffee ☕
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Janas Agentur. Tag acht.

Ich fand einen fünften Ordner. Clients Final FINAL. Das ist keine Überraschung. Das ist ein Genre.

Ich stellte meine erste Rechnung als The Clean Slate aus. Sie lag vierzig Minuten in meinem Postausgang, weil eine Rechnung schicken bedeutet zu behaupten, dass die eigene Zeit etwas wert ist — das ist eine konfrontativere Haltung, als sie sich anhört.

Jana bezahlte innerhalb von 24 Stunden. Ich starrte länger als nötig auf die Bankbenachrichtigung.

Marcus fragte, warum ich so ungewöhnlich gelassen wirke. Ich sagte, ich habe meditiert. Das ist nicht wahr. Ich habe Rechnungen gestellt. Ich finde das Rechnungen-Stellen erheblich beruhigender als Meditieren, was wahrscheinlich etwas über mich aussagt, das ich irgendwann in einem Ordner namens Personal Final FINAL ablegen und untersuchen werde.

Meine Mutter rief an. Ich berichtete von der zweiten Rechnung. Sie fragte, ob ich schon an die Krankenversicherung gedacht hätte. Hatte ich nicht. Zehn Jahre lang hat der Arbeitgeber stillschweigend die Hälfte übernommen. Das war eine sehr bequeme Situation, die ich jetzt als solche erkenne. Ich denke jetzt daran. Ich muss vielleicht selbst eine Kerze anzünden.

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The diary17 / 34
Mar 30Jun 4

„Klaus meinte, ich solle einen Newsletter starten. Thorsten hat 4.500 Abonnenten. Ich habe 203. Hilf mir, die Lücke zu schließen."

Das Rennen

203

The Clean Slate

4.500

Thorsten Kahl

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